«Fische in die Aare – Nicht ins Aquarium», steht auf dem Banner, das zahlreiche Aktive von Tier im Fokus (TIF) beim Schönausteg in die Höhe halten. Die Tierrechtsorganisation lanciert damit ihre Abstimmungskampagne für den 14. Juni, an dem die Stadtberner Stimmbevölkerung über den Ausbau des Tierparks befindet.
Tier im Fokus (TIF) kritisiert namentlich das geplante, 18 Meter grosse «Erlebnis-Aquarium». Bis vor wenigen Jahren galt in der Wissenschaft, dass Fische keine Schmerzen empfinden. Heute zeigen Studien, dass sie schmerz-, angst- und stressempfindlich sind und über soziale sowie kognitive Fähigkeiten verfügen. Über zahlreiche Arten ist gleichzeitig nach wie vor wenig bekannt. «Wir sollten aufhören, Fische in künstlichen Tanks einzusperren», sagt Tobias Sennhauser, Berner Stadtrat für Tier im Fokus (TIF).
Die Organisation kritisiert auch die Verschiebung des Eingangs des Tierparks. Bei der Zonenplanänderung gehe es letztlich um eine Aufwertung des Tierparks als Institution – nicht für die darin lebenden Tiere. «Wir erleben ein Wettrüsten der Zoos», sagt Sennhauser, «wenn einer ausbaut, muss der andere sofort nachziehen».
Tier im Fokus (TIF) zog 2025 als erste Tierschutzorganisation in ein Schweizer Parlament. Seither hat sie wiederholt Vorstösse zum Tierpark eingereicht – zuletzt Was plant der Tierpark Bern im FamilienZoo?, Archiv zur Geschichte der Bären in Bern und Flamingos im Tierpark Bern: Wird die Haltung den Tieren angepasst oder die Tiere der Haltung?










