Hundequälerei im Emmental
Eine Recherche von Tier im Fokus (TIF) zeigt Berner Sennenhunde, die auf nacktem Beton leben und auf einer Palette schlafen müssen. Die Tierrechtsorganisation reagiert mit einer Anzeige wegen Tierquälerei und fordert die Bevölkerung auf, keine Hunde vom Züchter zu kaufen.
Der Hund ist ein Teil der Familie, kriegt ganz selbstverständlich einen Namen und schläft mitunter im selben Bett wie wir. Anders in einer Hundezucht im Emmental, wo rund ein Dutzend Berner Sennenhunde auf nacktem Beton leben. Statt in einer Hundekiste schlafen sie auf einer Palette oder einem alten Teppich. Das zeigen Recherchen der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF), die deswegen Anzeige wegen Tierquälerei einreicht.
In der Schweiz sind Zwinger mit Betonboden erlaubt, doch die Tierschutzverordnung macht klare Vorschriften zur Unterkunft: Hunde brauchen geeignetes Liegematerial, und eine perforierte Unterlage wie bei einer Palette ist verboten. Wer dies ignoriert, vernachlässigt seine Tiere. Vernachlässigung ist eine Tierquälerei und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden.
«Diese Hunde werden als reine Reproduktions-Maschinen missbraucht», sagt TIF-Präsident Tobias Sennhauser. Die Tierrechtsorganisation ruft dazu auf, keine Tiere beim Züchter zu kaufen. Stattdessen solle man einen Hund aus dem Tierheim adoptieren.
Kommentare (14)
Kommentar schreiben
Dein Kommentar erscheint sofort. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich kaufe niemals ein Tier bei einem Züchter, Tierheim jaaaaa
Habe bereits meinen achten Hund aus dem Tierschutz.
Diesen Vermehrern muss das Handwerk verboten werden und ein lebenslanges Haltungsverbot erteilt werden. Soviele s.g.Züchter sind unmenschlicher als Tiere. Solange die Nachfrage aber da ist, kann man sie leider nicht ausrotten
In dieser Gesellschaft so wie sie heutzutage ist, bin ich leider nicht wesentlich erstaunt.
Es warten so viele Wunderbare & Dankbare Tiere in Tierheimen. Wer ein Tierschützer ist unterstützt keine Zuchten, und wer jetzt kommt und meint bei einer Zucht hat man Garantie im Wesen und der Gesundheit, das stimmt nicht, oftmals sind rasse Tiere so dermaasen überzüchtet das sie schon nach ein par Jahren Probleme bekommen.
Die Aussagen zu Zuchten und Züchtern sind sehr einseitig und undifferenziert dargestellt. Als Hundetrainerin erlebe ich sehr oft einen unseriösen „Tierschutz“. Da werden Hunde „gerettet“ und in der CH zu Geld gemacht. Vorallem seit Corona! Es ist nicht alles Tierschutz, was diesen Namen trägt. Meine Hund sind alle aus sehr tollen liebevollen Zuchten, wo Züchter viel Zeit, Liebe und Geld INVESTIEREN, um den Kleinen einen optimalen Start auf diesem Planeten zu ermöglichen und die Mutterhündin sehr sorgsam durch die Mutterschaft begleiten. Dass es sehr unseriöse Vermehrer gibt, steht für mich fest und erlebe ich leider tagtäglich in meiner Arbeit. Katastrophale „Tierschutzorganisationen“ gibt es aber leider auch. Da werden Herdenschutzhunde als Goldis verkauft und total verängstigte deprivierte Hundewelpen und auche erwachsene Hunde an Ersthundehalter vermittelt. Da frage ich mich, wo das Wohl der Hunde bleibt. Hunde werden zu Wanderpokalen, weil vorallem Ersthundehalter mit diesen Verhaltensproblemen nicht umgehen können. Und so füllen sich dann die Tierheime ni der CH mit „Tierschutzhunden“ aus dem Ausland. Ich mag es jedem Hund aus einem Tierheim gönnen, wenn er einen wunderbaren Platz bekommt. Und freue mich über jedes Mensch – Hund- Team, das zusammen einen stimmigen Weg geht. Was mich sehr stört, sind diese Pauschalisierungen. Kein Unterschied zwischen Qualzucht ( was übrigens durch den Konsumenten verstärkt wird) und einer seriösen Zucht, die vorallem auf die Gesundheit und das Wohl der Tiere schaut. Und ob jeder Hund dankbar ist, in einem Transporter durch halb Europa gekarrt zu werden um dann in einem zu Hause anzukommen, das ihm völlig fremd ist und er total überfordert ist, möchte ich einfach mal so im Raum stehen lassen.
Mir selber liegt das Wohl der Tiere am Herzen, aber auch dasjenige der Halter. Wenn Tierschutz, dann bitte sehr fundiert, sehr seriös und sehr professionell. Alles andere ist für mich ein Vergrössern des Leides für alle Beteiligten. Was das Wort Ueberzüchten angeht: da wäre die richtige Formulierung: das Selektieren nach ausgeprägten Merkmalen, sowohl physisch wie auch vom Wesen her (Kurznasen, Reaktivität etc.). Ich finde es sehr bedenklich, dass hier kein Unterschied gemacht wird in den Posts, zwischen Vermehrern und FCI anerkannten Züchtern. Da fehlt für mich der objektive Blick auf das Tierwohl gänzlich.
Ich habe 2 wundervolle Hunde (aus dem Tierheim SPA Fribourg ) Max ein so toller Mischling habe ich seit 10 Jahren, wurde als er 12 Mte. alt war ins Tierheim abgegeben, weil die Besitzer keine Zeit für ihn hatten und er aus diesem Grund viele Sachen zuhause kaputt machte.
Das hat sofort aufgehört als er genug Beschäftigung bekam.
Jazz ein toller spassiger Parsen Russel Terrier kam vor 7 Jahren zu mir. Auch er wurde wegen Zeitmangel, schlechter Behandlung mit wiederholten Fluchtversuch ins gleiche Tierheim abgegeben.
Beide schenken mir jeden Tag soviel Freude.
Darum: Gebt Hunden aus dem Tierheim eine Chance.
Es gibt auch seriöse Züchter…..und ich stelle mir immer die Frage…wenn ich einen Hund aus dem Tierschutz nehme…Unterstütze ich doch auch solche Leute die nicht zu ihren Tieren schauen…in meinen Augen auch Tierquäler….Tierschützer braucht es aber man muss nicht immer alle und alles schlecht machen….wi tierschutz steht ist auch nicht immer alles so gut wie es scheint
@ Lara
Fakten:
– Kauft du einen Hund bei einem Züchter (ob der seriös ist oder nicht – egal) kurbelst du die Geschäftemacherei mit der Hundezucht an.
– Nimmst du aber einen Hund aus dem Tierschutz, wird ein Platz im Tierheim frei, um wieder ein Tier aus schlechter Haltung aufnehmen zu können.
Klartext:
Solange noch ein Tier irgendwo in einem Tierheim sitzt, ist es grober, dem Tierschutz schadender Unfug, Hunde und sonstige Tiere beim Züchter zu kaufen.
@ Bea
Das was ich @Lara geschrieben habe, gilt natürlich auch für dich Bea.
Natürlich gibt schlechte/verantwortungslose Züchter / Qualzuchten. Oder auch sogenannte „gute“ Züchter, die Spaß an der Aufzucht haben – aber natürlich auch am Geldverdienen, durch Verkauf der Tiere.
Deshalb wird ein ERNSTHAFTER(!) Tierfreund NIEMALS ein Tier vom Züchter kaufen – eben um die Geschäftemacherei mit der Ware Tier nicht noch mehr anzukurbeln.
Und das tut eben JEDER Züchter – gleich, ob er auf „gute“ oder „böse“ Art züchtet.
Das laß dir mal unmißverständlich sagen, liebe Bea.
Mich stimmt es sehr traurig, dass unser Gesetz bei den Tieren so „lahmarschig“ und schleifend reagiert. Solch ein „Mensch“, wenn man so jemanden überhaupt so nennen darf, gehört selbst mal in ein Gefängnis geworfen auf den kalten Betonboden nackt, dass er mal erlebt wie es so ist. Aber wenn ich das lese, Freiheitsstrafe 3 Jahre, was ist das schon…… Die gehören eingekerkert wie Schwerverbrecher, denn das sind sie und nichts anderes. Dem Tierschutz gehört mehr macht, sehe und erlebe ich jeden Tag, wie Hunde schlecht behandelt werden, aber leider braucht es noch sehr viel Zeit, bis man die Tiere/Tier denjenigen wegnimmt, Zuchten schliesst und diejenigen auch zur Verantwortung zieht vor dem Gesetz. Traurig, traurig………., wäre das ein Mensch……
Mein treuer vierbeiniger Begleiter seit acht Jahren lebte früher auf der Strasse in Spanien. Er ist ein einfach WUNDERvoll! Wichtig ist, dass man Hunde wirklich nur von absolut vertrauenswürdigen Organisationen übernimmt, die entsprechend alles Nötige in die Wege leiten und den künftigen Hundehalter auch kritisch unter die Lupe nehmen!
Vor meinem geliebten kleinen „Roi du Boulevard“ war ich sehr glücklich mit einem Bearded Collie aus einer wirklich liebevollen Kleinstzucht (Familie). Künftig werde ich jedoch nur noch Hundis adoptieren, die in Not sind. Denn solche gibt es in der Tat viel zu viele! Tja, oftmals soll der „beste Freund“ wie das neue Auto oder das TV-Gerät hauptsächlich zum ganzen Lifestyle passen und alle Kriterien des Wunschzettels erfüllen. Vor allem Qualzuchten sollten dringend verboten werden! (Hunde, die eigentlich von Geburt an erwünscht verkrüppelt sind wie z.B. mit eingestauchter Schnauze. Dadurch können sie kaum richtig atmen und können oft nicht mal mehr liegend schlafen, weil sie dabei fast ersticken!) Aber da offenbar etliche Menschen solche verstümmelten Hunde trendy finden, sind solche Zuchten weiterhin erlaubt. Man kann ja die Marktfreiheit der Menschen nicht so einschränken…(?!?) Siehe Massentierhaltungsinitiative…Ach Mensch, du bist ein Untier 😉
Zucht heisst, Merkmale verbessern. Die Züchter vom Schweiz. Klub für Berner Sennenhunde legen in ihrer Zucht grössten Wert auf Gesundheit, sowie gute Prägung und Sozialisation ihrer Welpen. Ihre Zuchtstätten und die Einhaltung der über das Tierschutzgesetz hinausgehenden Reglemente werden bei jedem Wurf kontrolliert.
So genannte Überzüchtung gibt es seit Jahren nicht mehr.
@ueli schmid
Fakt; Es gibt unbestreitbar eine „Überzüchtung“, eben betr. der immensen Überzahl der Hunde, wohin man auch schaut!
Also nochmals Klartext:
Solange noch EIN Tier irgendwo in einem Tierheim sitzt, ist es grober, um nicht zu sagen,, absolut unseliger, dem Tierschutz schadender Unfug, sehenden Auges Hunde zu vermehren , bzw- Hunde beim Züchter zu kaufen – gleich welcher Rasse auch immer…
Und was hat die Anzeige von diesem Berner Sennenhund Züchter ergeben?? Etwas bewirkt?