Blutige Schlachtbilder mitten in der Einkaufsmeile
Da blieb mancher Fleischbissen im Hals stecken: 30 Aktivist*innen zeigten schockierende Aufnahmen aus Schweizer Schlachthöfen mitten in der Stadt. Hinter der Aktionen standen die Tierrechtsorganisationen Tier im Fokus (TIF) und Circle of Compassion.
Die Aktion weckte das Mitgefühl der Passant*innen. | Fotos: Tobias Sennhauser
Bern, 2. März 2019 — Rund 30 Aktivist*innen der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF) bildeten auf dem Kornhausplatz einen Kreis. Im sogenannten Circle of Compassion (dt. Kreis des Mitgefühls) trugen die Leute farbige Tiermasken und einen Laptop. Darauf liefen schockierende Aufnahmen aus der Schweizer Massentierhaltung sowie aus Schlachthöfen in Dauerschleife. Hinter der bewilligten Strassenaktion stand die Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF). «Wir zeigen die Bilder, die niemand sehen will», sagt TIF-Präsident Tobias Sennhauser. Gerade die Schlachtung würden viele Konsumierenden völlig ausblenden. «Dabei werden alleine in der Schweiz jedes Jahr rund 70 Millionen Individuen gewaltsam getötet.»
«Diese Bilder sollte man im Bundeshaus zeigen»
Mit der Aktion rannte die Tierrechtsorganisation offene Türen ein. «Die Leute reagierten mit viel Wohlwollen», so Sennhauser. Drei Schülerinnen ertrugen die Schlachtaufnahmen kaum und appellierten an die Politik: «Diese Bilder sollte man im Bundeshaus zeigen!» Ein Teenager meinte, er werde sofort auf vegan umstellen, sobald er von Zuhause ausgezogen sei. Die Aktion verklinkerte eine Tierrechtsbotschaft. «Es gibt keine artgerechten Schlachthäuser», so Sennhauser. Wer sich tierfreundlich ernähren wolle, streiche Tiere vom Speiseplan und lebe vegan. Die Aktivist*innen verteilten deshalb Flyer mit der Einladung sich einer Vegan Challenge zu stellen.

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