Bern, 26. November 2014 — Die Tierrechtsorganisation
tier-im-fokus.ch (TIF) ruft anlässlich des weltweiten Aktionstages gegen Stopfleber zur Platzkundgebung vor der französischen Botschaft auf. Neben dem lautstarken Protest wird dem französischen Botschafter ein Brief übergeben. «Frankreich soll anderen Ländern folgen und die Produktion von Foie gras verbieten», fordert Demo-Organisator Philipp Hoppen von TIF. Die Aktion, die um 10 Uhr beginnt, findet am selben Tag in vielen Ländern statt.
Hierzulande verbietet die Tierschutzverordnung das Stopfen, doch der Verkauf bleibt erlaubt. Für Tobias Sennhauser ist das ein Skandal. «Produkte, die der hiesigen Tierschutzgesetzgebung widersprechen, sollten weder importiert noch verkauft werden dürfen», kritisiert der Präsident der Tierrechtsorganisation
tier-im-fokus.ch (TIF).
Schon am Laufen ist der Online-Protest von TIF gegen die fragwürdige Verkaufspolitik von Denner, der heuer Foie gras überraschend wieder ins Sortiment aufnahm. Über 400 Personen beteiligten sich bereits am Protest gegen die Migros-Tochter. «Da Denner wieder die kranken Lebern gequälter Tiere ins Sortiment nimmt, werde ich nicht mehr dort einkaufen», schreibt ein wütender Kommentator, der mit seiner Boykott-Androhung nicht alleine ist.
Bereits 2013 dokumentierte TIF das Tierleid in einer französischen Stopfleber-Produktion. In industriellen Anlagen werden die Enten mindestens zweimal täglich mit Kraftfutter vollgepumpt. Dazu werden den Enten ein Rohr oder Schlauch in den Hals gesteckt und eine Dosis von rund 700 Gramm Kraftfutter verabreicht.
Mehr Informationen zu Foie Gras
- Online-Protest gegen Denner
- Stopfen bis zum Ende, Artikel von Klaus Petrus (erscheint am 26.11.2014 auf der Website von TIF)
- Fotos von Stopfleber-Produktion in Frankreich, Copyright: Klaus Petrus
- Webseite zum weltweiten Aktionstag gegen Stopfleber
- Nutztierdasein: Website von TIF mit Hintergrundberichten, Artikeln und Interviews zur Nutztierhaltung
Wer wir sind
Der gemeinnützige Tierrechtsverein
tier-im-fokus.ch (TIF) setzt sich für ein Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit aller Tiere ein. Im Zentrum der Vereinsarbeit stehen die ethischen, politischen und ökologischen Auswirkungen der (Schweizer) Nutztierhaltung sowie die Förderung des Veganismus.
Präsident und Mediensprecher
Tobias Sennhauser
077 410 35 42 (ab 11 Uhr)
sennhauser[at]tier-im-fokus.ch