Erster «Circle of Compassion» in Bern
Beim Circle of Compassion stellt man sich im Kreis auf und zeigt mit Tiermasken auf dem Kopf und Laptops in den Händen schockierende Aufnahmen aus der Schweizer Tierindustrie. Nun fand die Aktion erstmals in Bern statt.
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Rund 30 Aktivist*innen der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF) bildeten auf dem Berner Kornhausplatz einen Kreis. Auf den Köpfen trugen sie farbige Tiermasken, auf den Händen einen Laptop. Darauf liefen schockierende Aufnahmen aus der Schweizer Massentierhaltung sowie aus Schlachthöfen in Dauerschleife.
Zuvor trafen sich die Aktivist*innen zum Bastel-Workshop. Dort fabrizierten sie während vier Stunden mit farbigem Papier, Leim und Schere je eine Tiermaske. Zur Stärkung servierte Scarlett Pérez selbstgemachtes Foccacia und Humus – natürlich voll vegan.
Was niemand sehen will
Die Aktion stammt von der gleichnamigen Organisation Circle of Compassion (dt. Kreis des Mitgefühls). Während die maskierten Aktivist*innen im Circle Schilder oder Laptops tragen, kreisen andere wie Satelliten um den Circle und verwickeln die Passant*innen in Gespräche ein. Ziel der Aktion ist es, die Leute für die Gewalt an sogenannten Nutztieren zu sensibilisieren.
Die gezeigten Aufnahmen stammen vom Hühner-Schwindel, Schweine-Report oder Abattoirs Suisse – also allesamt aus der Schweiz. Es sind Bilder, die niemand sehen will. Gerade die Schlachtung blenden viele Konsumierenden völlig aus. Dabei werden alleine in der Schweiz jedes Jahr rund 70 Millionen Individuen gewaltsam getötet.
«Diese Bilder sollte man im Bundeshaus zeigen»
Mit der Aktion rannte die Tierrechtsorganisation offene Türen ein. Die Leute reagierten mit viel Wohlwollen. Drei Schülerinnen ertrugen die Schlachtaufnahmen kaum und appellierten an die Politik: «Diese Bilder sollte man im Bundeshaus zeigen!» Ein Teenager meinte, er werde sofort auf vegan umstellen, sobald er von Zuhause ausgezogen sei.
Die Aktion verklinkerte eine Tierrechtsbotschaft. Es gibt keine artgerechten Schlachthäuser. Wer sich tierfreundlich ernähren will, streicht Tiere vom Speiseplan und lebt vegan. Die Aktivist*innen verteilten deshalb Flyer mit der Einladung, sich unserer Vegan Challenge zu stellen:
Ohne Aktivismus keine Tierrechtsbewegung
Die Arbeit der freiwilligen Aktivist*innen ist unbezahlbar. Sie opfern ihre Freizeit für eine bessere, gerechtere Welt. Ohne sie wäre die Tierrechtsbewegung inexistent. Chapeau!
Mach auch du mit: www.tier-im-fokus.ch/aktiv
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