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Buchnotiz

"Psychologie der Freiwilligenarbeit" (Theo Wehner & Stefan Güntert [Hrsg.])

Theo Wehner & Stefan Güntert (Hrsg.): "Psychologie der Freiwilligenarbeit. Motivation, Gestaltung und Organisation" Springer Verlag 2015 291 Seiten, ca. CHF 48.--

Text: Tier im Fokus (TIF)

Theo Wehner & Stefan Güntert (Hrsg.), Psychologie der Freiwilligenarbeit. Motivation, Gestaltung und Organisation, Springer Verlag 2015, gebunden, 291 Seiten, ca. CHF 48.— Ohne ehrenamtliche Arbeit wäre unsere Gesellschaft eine andere. Ob in der Politik, im Sport oder in der Pflege: überall arbeiten Freiwillige. Doch was treibt diese Leute an? Solche und andere zentrale Fragen der Freiwilligenforschung klären die beiden Psychologen Theo Wehner und Stefan Güntert in einem neuen Sammelband. Freiwillige werden gerne als Gutmenschen belächelt. Doch diese “eindimensionale Unterstellung” greift laut den Herausgebern zu kurz. “Die Motive, die zur Freiwilligenarbeit führen, sind multifaktoriell.” Die Motivation der Freiwilligen bildet in der psychologischen Lektüre einen Schwerpunkt. Wer hingegen eine Anleitung zur Freiwilligenarbeit erwartet, wird enttäuscht: “Es werden keine Tool-Kits für die erfolgreiche Rekrutierung und Bindung von Freiwilligen angeboten.” Vielmehr gewären die AutorInnen Einblick in die Natur der freiwilligen Tätigkeiten. Angesprochen werden explizit auch die Freiwilligen selbst. In der Lektüre werden auch neue Formen der Freiwilligkeit diskutiert. Beim sogenannten Voluntourismus verreisen Leute, um Gutes zu tun. Davon könnten etwa Lebenshöfe profitieren, die mit wenig Geld viel Arbeit verrichten. Statt Unterhaltung und Konsum könnte die Zusammenarbeit mit Tieren Reisende entspannen. Die HofbetreiberInnen könnten damit Kraft und Kosten sparen. Auch NGOs könnten anhand der Lektüre die eigene Organisationsweise reflektieren, damit ihre AktivistInnen nachhaltig effiziente Tierrechtsarbeit leisten. Die Tierrechtsbewegung wird durch Freiwillige getragen. Da lohnt es sich also, die vielfältigen Facetten der Freiwilligenarbeit zu studieren. So gesehen ist die Lektüre eine Weiterbildung im Namen der Tiere.

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