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Buchnotiz

„Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda“ (Wilfried Huismann)

Wilfried Huismann: "Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda" Gütersloher Verlagshaus, 2. Aufl. 2012 255 Seiten, ca. CHF 40.90

Text: Tier im Fokus (TIF)

Wilfried Huismann, Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda, Gütersloher Verlagshaus, 3. Aufl. 2012, 255 Seiten, ca. CHF 40.90 Wilfried Huismann ist mehrfach ausgezeichneter investigativer Journalist sowie Dreh- und Sachbuchautor. 2011 veröffentlichte er das Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda, das zusammen mit seinem Film Pakt mit dem Panda für Furore sorgte. Die Lektüre beschreibt die Zusammenarbeit des WWF mit zahlreichen multinationalen Konzernen, wie Shell, Coca-Cola oder Monsanto. Während die NGO beteuert, damit bei Energie-, Getränke- oder Agromultis eine minimale Nachhaltigkeitsforderung durchzusetzen, zeigen die Enthüllungen Huismans vor Ort ein anderes Bild. In Chile riskieren ArbeiterInnen in fäkalverseuchten Lachsfarmen ihr Leben. In Indunesien wird die indigene Bevölkerung im Namen der „nachhaltigen“ Palmölindustrie zur Abholzung der Regenwälder gezwungen. Während des Apartheitregimes wurden revolutionäre Kräfte bekämpft. In Sumatra sorgten „nachhaltige“ Reformen für Massenumsiedlungen von UreinwohnerInnen. Auch in Argentinien gibt es zerstörte Regenwaldflächen, dafür nun „verantwortungsvolles Soja“. Überall war der WWF beteiligt. Dem WWF haftet einen „neokolonialistischer Stallgeruch“ an, schreibt Huismann. Tatsächlich würde im Namen des Ökotourismus bzw. des Wirtschaftswachstums wiederholt die lokale Bevölkerung verdrängt. Als moralische Rechtfertigung dient dem WWF ein „apokalyptisches Szenarium“: Bis 2050 werde ein Vielfaches an Energie und Nahrung benötigt. 10 Prozent der Urwälder müssten genügen, der Rest brauche die Industrie zur Rettung der Menschheit. Das Schwarzbuch WWF kommen harte Fakten ans Licht. Huismann dokumentiert eindrücklich, wie riesige Konzerne im „Bündnis mit dem WWF eine kostengünstige Methode“ sehen, um sich grün zu waschen.
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