Q&A für die Grossratswahlen 2026
Du hast praktische oder theoretische Fragen zur Wahl? Hier versuchen wir sie alle zu beantworten.
Wann finden die nächsten Grossratswahlen im Kanton Bern statt?
Die nächsten Grossratswahlen im Kanton Bern finden am Sonntag, 29. März 2026 statt. Alle Infos vom Kanton.
Wer darf an den Grossratswahlen teilnehmen?
Stimmberechtigt in kantonalen Angelegenheiten sind grundsätzlich Schweizer Bürger:innen ab 18 Jahren mit politischem Wohnsitz im Kanton Bern. Auch stimmberechtigte Auslandschweizer:innen mit Berner Stimmgemeinde können teilnehmen. Personen, die wegen dauernder Urteilsunfähigkeit unter umfassender Beistandschaft stehen oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten werden, sind ausgeschlossen.
Wie funktioniert das Wahlsystem im Kanton Bern?
Der Grosse Rat wird in einem einzigen Wahlgang nach dem Proporzsystem gewählt. Der Kanton ist dafür in neun Wahlkreise eingeteilt. Die Sitze werden nach der Bevölkerungszahl auf die Wahlkreise verteilt, zusätzlich gelten Regeln zum Schutz der französischsprachigen Minderheit. Falls du unsicher bist, in welchem Wahlkreis du wählen kannst, finde heraus, in welchem Wahlkreis dein Wohnort liegt.
Wie fülle ich den Wahlzettel korrekt aus?
Du kannst die vorgedruckte Liste von Tier im Fokus (TIF) unverändert einlegen oder sie handschriftlich ändern. Du darfst Namen streichen, Kandidierende anderer Listen hinzufügen und einzelne Kandidierende zweimal aufführen. Wichtig ist, dass du nicht mehr Namen einträgst, als deinem Wahlkreis Sitze zustehen.
Was bedeutet kumulieren und panaschieren?
Kumulieren bedeutet, dass du dieselbe kandidierende Person zweimal auf den Wahlzettel setzen darfst. So gibst du ihr zwei Kandidierendenstimmen. Auf den offiziellen Kandidierendenlisten erscheint das teilweise bereits doppelt vorgedruckt.
Panaschieren bedeutet, dass du Kandidierende von verschiedenen Listen mischen darfst. Du kannst also auf einer Liste auch Namen anderer Parteien oder Gruppierungen eintragen.
In welchen Wahlkreisen und mit welchen Listen- und Unterlistenverbindungen tritt Tier im Fokus (TIF) an?
Listen- und Unterlistenverbindungen stellen sicher, dass keine Stimmen verloren gehen. Wenn eine Liste nicht gewählt wird, gehen alle Stimmen an ihre (Unter-)Listenverbindungen.
TIF tritt 2026 in den folgenden Wahlkreisen an und ist jeweils Teil einer grösseren linken bzw. progressiven Listenverbindung:
- Bern: SP Frauen, SP Männer, JUSO, GFL, Grünes Bündnis, JA!, Alternative Linke, Volt
- Mittelland-Nord: SP Frauen, SP Männer, JUSO, Grüne, Junge Grüne
- Mittelland-Süd: SP Frauen, SP Männer, Grüne, Junge Grüne
- Emmental: SP Frauen, SP Männer, Grüne, Junge Grüne
Wie werden Stimmen gezählt und Sitze verteilt?
Zuerst werden die Kandidierendenstimmen und Listenstimmen gezählt. Danach werden die Sitze im Wahlkreis nach dem Proporzverfahren auf die Listen beziehungsweise Listenverbindungen verteilt. Innerhalb einer Liste erhalten jene Personen den Sitz, die am meisten Stimmen haben.
Was passiert mit leeren Linien auf dem Wahlzettel?
Bei einem vorgedruckten Wahlzettel zählen leere Linien als Zusatzstimmen für die Liste. Sie helfen also der Liste, auch wenn du nicht jede Zeile mit einem Namen füllst.
Was passiert mit Stimmen für Kandidierende, die nicht gewählt werden?
Diese Stimmen sind für die einzelne Person zwar nicht genug für ein Mandat, sie gehen aber nicht einfach verloren: Sie zählen weiterhin zum Ergebnis der Liste beziehungsweise der Listenverbindung und beeinflussen damit die Sitzverteilung. Nicht gewählte Kandidierende werden zudem zu Ersatzleuten in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahl.
Welche Positionen vertreten die Kandidierenden und wie kann ich sie vergleichen?
Am einfachsten vergleichst du Kandidierende über unsere Website oder auf Smartvote, sofern vorhanden.