Bereits im Februar 2016 hat eine Recherche von uns fürchterliche Zustände in einer Hühnermast im Berner Seeland an den Tag gebracht. Jetzt sind erneut Aufnahmen an uns gelangt, diesmal aus dem Kanton Fribourg. Die Bilder gleichen sich: Tausende von Hühnern in einer einzigen Halle zusammengepfercht, darunter kranke und verletzte, die von den anderen Tieren zertrampelt werden. Von Einzelfällen kann schon lange nicht mehr die Rede sein.
Text: Tier im Fokus (TIF)
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Der Glaube an eine kleinbäuerliche Hühnerhaltung in der Schweiz ist ungebrochen. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Auch hierzulande ist die Massentierhaltung längst angekommen. In Mastanlagen mit bis zu 18.000 Hühnern werden pro Quadratmeter 17 Tiere gehalten. Im Namen des Profits wird das Huhn zur Ware degradiert.
Hühnerleid vor der eigenen Haustür
Das belegen einmal mehr unsere Recherchen. Aktuelle Aufnahmen aus einer Fribourger Mastanlage zeigen tausende von Hühnern, eingepfercht in einer einzigen Halle. Darunter sind kranke und verletzte, die von den anderen Tieren niedertrampelt werden. Der Betrieb arbeitet für die Bell AG, der Schlachterei von COOP, und produziert nach BTS-Vorgaben. BTS steht für „Besonders tierfreundliche Ställe“ und wird vom Bund finanziert. Von „besonders tierfreundlich“ kann aber nicht die Rede sein, wie unser Video zeigt.
Das ist kein Einzelfall. Schon im Februar dieses Jahres erhielten wir Aufnahmen aus einer Hühnermast im Berner Seeland. Der Betrieb produziert für die Frifag Märwil AG, die auch die Migros beliefert und den FC St. Gallen sponsort. Die Aufnahmen zeigen krasse Verstösse gegen das Tierschutzgesetz. Zahlreiche Tiere sind tot, manche bereits stark verwest. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) hat beim Kantonstierarzt und bei der Polizei eine Meldung eingereicht.
Petition: Schluss mit dem Etikettenschwindel!
Diese Aufnahmen zeigen auch: Werbung und tatsächliche Tierhaltung klaffen weit auseinander. Deshalb lancieren wir jetzt eine Petition mit der Forderung, realistische Bilder auf Fleischprodukten anzubringen. Unterschreiben Sie jetzt!
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat die Initiative gegen Massentierhaltung mit 63 Prozent abgelehnt. Für Millionen Tiere in dunklen, dreckigen Ställen ist es ein trauriges Resultat. Doch die Initiative bewirkte auch Gutes.
Am 25. September 2022 stimmt die Schweiz über die Initiative gegen Massentierhaltung ab. Die Initiative verlangt, dass die Vorschriften für die Haltung der Nutztiere in der Schweiz angehoben werden. Die Initiative wird von Parlament und Bauernverbänden abgelehnt. Wie kam es dazu, dass heute jegliche Fortschritte in der Nutztierhaltung vehement bekämpft werden?
Mitten in der Hitzewelle rief Tier im Fokus (TIF) zum Protest: In Anlehnung an die Volksinitiative forderten wir ein Ende der Massentierhaltung. Die bewilligte Kundgebung fand auf dem Berner Bundesplatz statt.
Am 25. September stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Initiative gegen Massentierhaltung ab. Die mächtige Fleischlobby investiert Millionen, um das wichtige Anliegen zu bekämpfen.
Am 25. September stimmt die Stimmbevölkerung über die Initiative gegen Massentierhaltung ab. Bis dahin beleuchten wir das Thema jeden Freitag aus einer neuen Perspektive.
Die Massentierhaltung ist grausam. Setze auch du dich für die Tiere ein und bestelle gratis Infomaterial.
Damit unterstützt du die Initiative gegen Massentierhaltung, welche im Herbst vors Volk kommt.
Zur Unterstützung der Volksinitiative gegen Massentierhaltung lanciert die Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF) eine nationale Kampagne mit Demos, Aufklärung und mehr. Am 23. Januar findet der Online-Lancierungsevent statt.
1.397.113 validierte Unterschriften wurden für die Europäische Bürgerinitiative «End the Cage Age» in der ganzen Europäischen Union gesammelt. Nun gab die Europäische Kommission grünes Licht für eine neue Gesetzesgrundlage.
1 Kommentar
Die Wirklichkeit muss auf die Verpackung. Transparenz für die ewigen Ignoranten und Verdränger. Hauptsache mir gehts gut ist out!!!!!!!!!!!!!!!